Die Aktivriege Oberrüti siegt in der 2. Stärkeklasse am RTF in Muri!
Noch etwas müde machten wir uns am vergangenen Samstagmorgen auf den Weg ans Regionalturnfest nach Muri, um am dreiteiligen Vereinswettkampf teilzunehmen. Wie (fast) immer fuhren wir pünktlich in Oberrüti ab. Damit wir unser Turngepäck nicht quer über das ganze Festgelände bis zur Turnhalle Bachmatten schleppen mussten, wollten wir Schlaumeier natürlich direkt bei der Turnhalle parkieren. Doch leider kreuzten die Parkeinweiser unsere Pläne und wir mussten auf den offiziellen Parkplatz am anderen Ende des Festgeländes ausweichen. So mussten wir dann doch den ganzen Weg bis zur Turnhalle mit unseren schweren Taschen laufen. Aber so waren wir wenigstens schon ein wenig aufgewärmt.
Als erster Wettkampfteil stand das Stufenbarrenprogramm an. Das neue Programm, welches von Daniela Wittwer und Therése Stucki einstudiert wurde, haben wir diese Saison schon einige Male sehr erfolgreich geturnt. Doch dieses Mal gelang uns leider kein fehlerfreier Durchgang und ein paar kleinere Unsicherheiten schlichen sich in unsere Vorführung. Mit der guten Note 9.60 waren wir nach der gezeigten Leistung deshalb mehr als zufrieden. Doch lange Zeit zum Freuen blieb nicht. Schnell mussten wir uns umziehen und von der Turnhalle Bachmatten bis zum Festgelände zurücklaufen, denn die Gymnastik Bühne war an der Reihe. Unsere Leiterinnen Corinne Krummenacher und Claudia Niederberger erinnerten uns nochmals daran, dass wir unser aktuelles Gymnastik-Programm „beRAUSCHend anders“ nach dem Turnfest nur noch an den Schweizermeisterschaften in Lyss turnen können. Also gaben wir nochmals alles. Wir konnten das Publikum und die Wertungsrichter mit unserer Mimik überzeugen. Dies zeigten uns der Applaus und anschliessend auch die hohe Note von 9.85. Für die einen war um 11.20 Uhr bereits der ganze Wettkampf vorbei, doch nicht für unsere 6 Stafettenläuferinnen. Sie mussten um 12.00 Uhr nochmals alles geben und sprinten was die Beine hergaben. Und das taten sie auch! Schnell wie der Blitz und ohne einen einzigen Wechselfehler beendeten sie die Pendelstafette mit einer schnellen Zeit. Mit nur zwei Trainings erreichten unsere Sprinterinnen eine Note von 8.83, was für ungeübte Stafettenläufer sehr gut ist. Wir alle waren mit der Leistung der Oberrüter Flitzer sehr zufrieden. Danke an Manuela Meier für die Leitung des Stafettenteams.
Mit der Pendelstafette war der Wettkampf für uns Turnerinnen der Aktivriege Oberrüti endgültig beendet. Alle 3 Disziplinen waren absolviert und es blieb uns nur noch das gespannte Warten auf unseren Schlussrang. Doch bevor es soweit war, genossen wir bei unserem „Bänkli“ einen ersten Apéro (vielen Dank an Toni Zurkirch für den finanziellen Zustupf!). Immer wieder zog es uns danach zur Resultatwand, um zu schauen, was unsere Konkurrenten für Noten erzielt hatten. Zwar hing das „Täfeli“ der Aktivriege Oberrüti immer noch zuoberst, doch wir wussten, dass unsere Konkurrenz auch stark sein würde. Je später es wurde desto nervöser wurden wir. Vor allem auf die Note vom STV Lenzburg warteten wir gespannt. Als wir dann erfuhren, dass die Lenzburger nicht mehr in unserer Stärkeklasse waren, konnten wir es gar nicht glauben: Wir hatten tatsächlich gewonnen!
Nach einer Nacht mit mehr oder weniger Schlaf fuhren wir am Sonntagmorgen erneut nach Muri, um an der Rangverkündigung und der Schlussvorführung dabei zu sein. Schliesslich wollten wir unseren überraschenden Sieg feiern. Als wir in Muri ankamen, schien uns der Wettergott nochmals wohlgesinnt zu sein. Sogar ein wenig Sonnencreme war nötig. Doch zu früh gefreut! Mitten in der Schlussvorführung öffnete der liebe Petrus alle Dämme und es begann heftig zu regnen. Die letzten Geehrten mussten sich im strömenden Regen den Weg aufs Podest bahnen. Vor allem unsere Fahnenträgerin war nicht zu beneiden, musste sie doch am längsten in der nassen und kalten Witterung ausharren, bis endlich auch die Oberrüter-Leiterinnen auf das Podest klettern konnten. Danke Judith! Nach dieser „kalten Dusche“ waren wir froh, als wir endlich im trockenen Kafizelt sassen und das erfolgreiche Wochenende mit etwas warmem zu trinken abschliessen konnten.


