17. Tannzapfecup Dussnang 2008
Am vergangenen Samstag war nicht nur der Startschuss der Europameisterschaft, nein auch im thurgauischen Tannzapfenland wurden die Turner und Turnerinnen zu Höchstleistungen gefordert. Auch wir, der Damenturnverein Oberrüti, machten uns dieses Jahr wieder auf den Weg, um uns mit der schweizerischen (österreichischen) Turnspitze zu messen, dafür ist der Tannzapfecup bekannt.
Bereits während der Reise bekamen wir von der guten Note der Damenriege Bözen in der Gymnastik zu hören. Die Nervosität stieg, weil sie uns an den diesjährigen Aargauermeisterschaften den Titel vor der Nase wegschnappten. Doch Bözen war keineswegs unsere einzige starke Konkurrenz in der Gymnastik.
In der zweiten Disziplin, dem Schulstufenbarren, wollten wir an der guten Note des vergangenen Wochenendes anknüpfen und unser Programm möglichst präzise präsentieren.
Doch zuerst zur Gymnastik. Umsonst waren die Sorgen um die Durchführung der Gymnastik auf einem vom Regen durchnässten Teppich oder sogar in einer zu kleinen Turnhalle zu turnen. Die gute Organisation der Veranstalter verhinderte dies, anhand eines grossen Zeltes über der Gymnastikbühne. Nach unserem Durchgang begann das Zittern um den Finaleinzug, denn die meisten Konkurrenten hatten ihre Kür noch vor sich. Mit einer erfreulichen Note von 9.84 war dies am Tannzapfencup noch nicht sicher.
Das Zittern verflog, als wir uns im Barrentenu für unser nächstes Programm vorbereiteten. Uns gelang eine Darbietung ohne grosse Fehler. Mit unserer Note von 9.59 glaubten wir nicht an einen Finaleinzug. Die Spannung hielt an, da die wir noch auf die Noten der Konkurrenz zu warten hatten.
Uns fiel ein Stein vom Herzen, als wir erfuhren, dass wir mit beiden Disziplinen am Final teilnehmen durften, denn dies war unser Ziel! Besonders war die Stimmung, die sich während des Aufwärmens verbreitete. Eine kreischende Menschenmenge verfolgte im Festzelt das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft. Einige von uns wären gerne zuvorderst dabei gewesen. Als dritte von drei Finalisten hatten wir im Stufenbarren nichts zu verlieren und gaben in einem beinahe menschenleeren Zelt unser Bestes.
Auf der Bühne überzeugten wir mit Mimik und Gestik und lockten manches Lächeln aus dem Tannzapfenpublikum mit unserer beRAUSCHend anderen Darbietung. Denn dort galt es den österreichischen Verein TS Röthis zu schlagen.
An der Rangverkündigung konnten wir das Resultat kaum erwarten. Mit einer Note von 9.52 erreichten wir im Stufenbarren den guten dritten Rang, wobei man auf unseren Gesichtern eine Spur von Enttäuschung sehen konnte. In der Gymnastik reichte es mit der unglaublichen Note von 9.90 leider nicht für den Sieg.
Mit Spaghetti im Bauch zelebrierten wir unsere tollen Leistungen am anschliessenden Fest.


